Durch die Pandemie haben Jugendliche weniger Möglichkeit, sich an geeigneten Orten zu treffen. Dies könnte einer der Gründe sein, weshalb es in Kölliken zu vermehrten Vandalismus Aktionen gekommen ist, welche die Kölliker Vereine unterschiedlich getroffen haben. Auf dem Spielplatz des Elternvereins wurden Spielgeräte zerstört, welche nun dank grosser Solidarität aus der Bevölkerung behoben werden konnten.

Seit Beginn der Pandemie nahm die Zerstörung auf dem Spielplatz ihren Lauf. Zuvor gab es immer auch kleinere Zwischenfälle und vor allem Littering, jedoch wurden dabei selten Spielgeräte so zerstört wie kurz vor Weihnachten. Nachdem ein Wippgerät beschädigt wurde, rief der Elternverein die Bevölkerung um Hilfe. Denn ohne die geplanten Jahresaktivitäten büsste er Verein massiv an Geldern ein, welche für den Unterhalt des Spielplatzes benötigt werden. Zeitgleich zur Erscheinung des Zeitungsartikels im Dezember wurde der neu angeschaffte Kletterbaum über den Platz geschoben und ramponiert. «Wir waren sehr erstaunt, wie ein so grosser Baum auf dem Spielplatz versetzt werden konnte! Hier mussten wie beim Wippgerät grosse Kräfte von mehreren Personen aufgebracht worden sein», so Nadja Stutz, Präsidentin vom Elternverein Rägeboge.

So traurig wie die Tatsache, dass mutwillig öffentliches Gut zerstört wurde, so freudig war die Solidarität aus der Bevölkerung, welche dem Aufruf aus der Zeitung folgte. Der FC Kölliken meldete sich kurz nach Erscheinen des Artikels beim Elternverein und bot seine Unterstützung an.
«Der Spielplatz ist ein wertvoller Begegnungsplatz für die Kinder im Dorf. Wir freuen uns, dass wir helfen können», so Markus Epple vom FC Kölliken, welcher die komplette Reparatur vom Wippgerät übernimmt. Die Solidarität in Kölliken sei gross, die Vereine unterstützten sich gegenseitig, auch an Anlässen, so Epple.
Der Baum konnte vor Kurzem dank finanzieller Hilfe der Firma Bachmann Transporte, welche einen grosszügigen Betrag an den Verein spendete, wieder an den alten Ort befördert und verbessert werden, so dass er nun vandalensicher befestigt wurde und den Sicherheitsrichtlinien für öffentliche Spielplätze entspricht. In Einzelteilen zerlegt und neu kombiniert ist er jetzt, eingebettet in den beliebten Spielhügel, ein attraktives und naturnahes Kletter- und Spielgerät.
Der Elternverein bedankt sich von Herzen bei der Bevölkerung, für alle grossen und kleinen Spenden, welche im Advent eingegangen sind. «Die Freude war riesig, wir konnten damit einige Defizite ausbügeln und die Attraktivität des Spielplatzes für die Kinder im Dorf und aus der Umgebung erhalten», so Nadja Stutz. Im Frühling, so Corona will, wird es im Rahmen des traditionellen Arbeitstages auf dem Spielplatz noch die ein oder andere Neuerung geben. Das sei aber eine Überraschung, so Stutz.

Bildlegende: Nadja Stutz (Präsidentin Elternverein Rägeboge) bedankt sich bei Markus Epple (Präsident FC Kölliken) für die Unterstützung

Bildlegende: Nadja Stutz (Präsidentin Elternverein Rägeboge) bedankt sich bei Markus Epple (Präsident FC Kölliken) für die Unterstützung